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Highlig Abend unter dem Zirkuszelt: Flic Flac in Dortmund

Paashaas
Veröffentlicht von in Kunst und Kultur · 19 Dezember 2012
Highlig Abend unter dem Zirkuszelt: Flic Flac in Dortmund


Highlig Abend - das Winterprogramm bei Flic Flac in Dortmund.
Nix besinnlich, sondern laut! Flic flac setzt auch diesmal wieder neue Maßstäbe, wie man sich Weihnachten vorstellen sollte. Highlig Abend bietet alles, was man für ein gelungenes fest braucht: Gute Laune, ganz viel Abwechslung und eben einen Abend voller echter Highlights - denn langweilig hat man ja das ganze Jahr schon gehabt...

Zu Weihnachten gehört Musik. Stimmungsgeladen, kraftvoll und mit sehr viel Gefühl für die einzelnen Darbietungen präsentieren sich die singenden Lifeacts der Glamour Gems. Mal rau, mal wild, mal ganz sanft. Der gute Ton macht hier die Musik und sorgt für glückliche Zuschauerohren.

Alain Alegria turnt hoch hinaus auf 8 Metern Höhe auf einem schwankenden Stuhl herum, schaukelt ohne Sicherung durch das ganze Zelt und sorgt direkt am Anfang für Herzrasen und Atemnot im Publikum.

Georgio ist mit seinen Diabolos teuflisch gut, jung, rasant und schnell. Ob beleuchtet oder nicht - ein echter Augenschmaus, der frecher kaum sein könnte!

Den Clown des Abends gibt Steve Rawlings, der nicht nur durch gelungene Stand up- Comedy überzeugt, sondern auch ein paar wirklich gute Tricks im Bereich Jonglage und Geschicklichkeit auf Lager hat. Eine im wahrsten Sinne des Wortes heiße Darbietung, nicht nur verbal!

"Flieger grüß mir die Sonne" könnte man Daniel Golla zurufen, wenn er sein ferngesteuertes Flugzeug durch die Luft wirbelt, die Zuschauer umkreist und damit direkt in die herzen fliegt. Technisch faszinierend und menschlich sehr romantisch sorgt er mal auf ganz neue Art und Weise für ein fliegendes Highlight in der Show.

SerBat dagegen sind kraftvoll, elegant und äußerst perfektionistisch, wenn die 5 Akrobaten auf den Sprossen einer Leiter zeigen, was Akrobatik heißt. Dass sie gesichert auftreten, ist absolut notwendig! Oder auch nicht, denn Fehler konnte man hier keine erkennen. Sie tanzen sich selbst so geschickt auf den Köpfen herum, dass im Publikum atemlose Stille herrscht!

Knallhart und ohne Kompromisse ist Ben Blaque mit seiner Armbrust. Und noch dazu besser als Wilhelm Tell. Denn er zerschießt seinen Apfel über mehrere Etappen, noch dazu mit verbundenen Augen und überhaupt ohne jeden Zweifel. Faszinierend und beängstigend zugleich!

Sayrakan sind ein weiteres Highlight mit einer Hochseilbalance, die für Aufsehen sorgt. Nicht nur hoch hinaus und übereinander gleiten sie am Drahtseil daher, nein, warum einfach, wenn es auch schwierig geht? Bei ihnen wird sogar das Seil noch schräg gespannt, um einen weiteren Nervenkitzel zu bekommen. Ganz ohne Sicherung ein wirklich waghalsiges Unterfangen, was seines Gleichen suchen muss. Einfach wow und nicht zu toppen!

Die Jouravel Truppe sorgt für fliegende Männerkörper in völliger Harmonie am Reck. Schwungvoll, elegant und rasant - egal ob mit Salto vorwärts oder rückwärts immer eine Punktlandung!

Für weitere Höhenflüge sorgen die Flying Garcias, die scheinbar völlig losgelöst durch den Zirkus-Weltraum düsen. Auf und unter ihrer Rakete trotzen sie der Schwerkraft, wenn sie kreisend durch den Himmel fliegen.

Sinnlich, verführerisch und einfach weiblich gibt sich die hübsche Elena Shapoval beim Tanz an der Pole-Stange. Ihre Darbietung ist so elegant, dass einem der enorme Kraftaufwand beinahe verborgen bleibt.

Das männliche Gegenstück dazu bieten die Iroshnikovs, die schwarz gekleidet ganz viel Wärme in die Show bringen. Ihre Handstandkunst erzählt eine Geschichte zwischen Coolness und Verführung, von Energie und Leidenschaft.

Wie auch schon bei früheren Flic Flac Darbietungen sorgen die Suanbekovs im Todesrad für staunende Zuschauer, wenn sie in und auf den Rädern springen, kreisen, laufen. Man weiß es nicht, ob die leichten Patzer zur Show gehören oder ob es doch ein paar Unsicherheiten gab. Egal, wahnsinnig, was die beiden Jungs sich zutrauen. Sie haben den Kampf gegen das Ungetüm aus Stahl und Draht gewonnen! Zum Glück ohne Verletzungen!

Doch noch waghalsiger wird es dann zum Schluss, wenn die AirFours auf ihren Motocross Maschinen mitten durch das Publikum springen und Stands auf den Maschinen zeigen, die lebensgefährlich sind. Rasant, gefährlich und immer wieder faszinierend! Respekt vor so viel Beherrschung von Körper und Fahrzeugen!

Leider bleibt durch diese Vorführung am Ende keine Möglichkeit mehr für ein wirklich beeindruckendes Finale oder gar Zugaben. Zum letzten Mal singt sich der Engel mit Ave Maria in die Herzen der Zuschauer, dann ist die Show vorbei. Das Publikum ist begeistert und doch auch ein wenig enttäuscht von dem abrupten Ende der Show, dem einfach ein wenig mehr Stimmung gut getan hätte. Das ist auch der einzige Kritikpunkt. Denn jede einzelne Darbietung war absolute Weltklasse, eben ganz typisch Flic Flac!

Hier finden Sie unsere Paashaas-Bildershow. Doch wirklich erleben muss man das Ganze selbst, um Gänsehaut und Luftnot zu bekommen!
 
Spielzeiten Dortmund:
18.12.2012 bis 06.01.2013
Täglich 16:00 Uhr und 20:00 Uhr
Premiere: Dienstag, 18. Dezember, 20:00 Uhr
21. Dezember und 1. Januar nur 20:00 Uhr
24. Dezember spielfrei

Veranstaltungsort
44139 Dortmund
An den Westfalenhallen
Parkplatz E, Victor-Toyka-Straße

Ticket-Hotline
0209 - 14 77 999 oder 01805 - 14 77 99 (14 ct./Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 42 ct./Min.)
Alle weiteren Infos und Veranstaltungsorte gibt es auf  www.flicflac.de


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