Berichte - Paashaas

Freizeitgestaltung und mehr
Direkt zum Seiteninhalt

Zoo Osnabrück

Paashaas
Veröffentlicht von in Ausflug und Reise · 25 April 2013
Zoo Osnabrück


Viele Tiere, guter Artenschutz und sehr viel Grün - das alles ist der Zoo Osnabrück!
Zoos gibt es viele in der Umgebung und alle bemühen sich um artgerechte Haltung, Forschung, Artenreichtum und ein natürliches Umfeld. Im Zoo Osnabrück wird dies zum einen durch eine perfekte Lage mit sehr viel altem Baumbestand begünstigt, zum anderen aber mit modernem Design und aktiver Forschung zugunsten von Mensch und Tier auch umgesetzt. Der Tierpark besticht durch großzügige Gehege, die von vielen Stellen aus einsehbar sind. Ganz häufig kommt man bis auf wenige Zentimeter an die Tiere heran, was zu einem besonderen Erlebnis für Jung und Alt wird. Da ist schon mal der ein oder andere versucht, hinüberzugreifen, um die überdimensionale Schildkröte zu streicheln oder gar den Schneefuchs, der ja nur einfach kuschelig und gar nicht gefährlich aussieht. An allen Ecken und Stellen hört man ein begeistertes "Oh wie süß" oder "Was ist das denn für ein Tier?". Besonders gelungen ist es, dass alle Tiere auch Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeiten haben, falls es doch mal zu viele Besucher gibt. So klettert der Luchs hoch in die Baumwipfel, während sich an anderer Stelle Papa Löwe genüsslich auf den Rücken dreht und sich im Sand kugelt, natürlich umrundet von mehreren ganz entspannten Damen, die sich gekonnt in der Sonne rekeln. Dem Wolf ist es schon ein wenig warm, er sucht Platz im Schatten seines weitläufigen Geheges! Na, wo ist er denn nur? Gut getarnt liegt er hinter einem Baumstamm, lediglich das Wackeln seiner Ohren hat in enttarnt. Und wenn man sich die Zeit nimmt, um genauer hinzuschauen, entdeckt man auch noch weitere Artgenossen!

Ja, Zeit ist für den Zoo Osnabrück wirklich angebracht, denn es gibt wahnsinnig viel zu sehen. Die Anlage ist sehr weitläufig. Es geht mal auf, mal ab. Die meisten Wege sind auch Rollstuhl geeignet, sofern man ob der "Berge" ein wenig Muskelkraft mitbringt. Zum Glück gibt es beinahe an jedem Gehege genügend Sitzplätze, um sich zu erholen oder einfach nur, um ganz entspannt dem Tiertreiben zuzuschauen. Wer mag schon weitergehen, wenn das Jungäffchen verspielt von Ast zu Ast hüpft oder ein anderes Äffchen ein Warzenschwein durch das Freigehege jagt? Lediglich eine alte Braunbärenfrau bleibt lieber für sich und genießt ihr eigenes Schwimmbad: Sie ist schon sehr, sehr alt und hat deswegen ein eigenes Gehege. Sie ist die Mutter der Mischlingsbären. Man kann sie aber nicht mehr gemeinsam halten, da die Jungen ihre Mutter doch ganz schön pisacken. Außerdem ist sie fast blind, weswegen ein großes, neues Gehege sie eher belasten würde als dass man ihr damit eine Freude macht. Bei alten Tieren ist es wie bei alten Menschen: Sie möchten lieber in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Auch das wird im Zoo Osnabrück natürlich berücksichtigt. Anders geht es da den anderen Bären, die richtig Platz zum Toben und Klettern haben. Denn sie dürfen schon in eines der neusten Gehege, die nicht nur sehr artgerecht, sondern auch von erhöhter Plattform aus zu bewundern sind. Dieses neuartige Konzept ist faszinierend und bietet ganz besondere Einblicke in die Tierwelt bei gleichzeitig viel Ruhe für die Tiere. Der Elefant wartet noch auf eine Kollegin, die bald ankommen soll. Oder freut auch er sich einfach nur auf seine neue Wohnung, die noch in der Bauphase steckt? An allen Ecken und Kanten wird im Zoo renoviert, aber zum Glück genau so, dass es weder für die Tiere noch für die Menschen zu größeren Belästigungen dabei kommt.

Herausgekommen ist ein Zookonzept, das so gut es geht auf die Bedürfnisse von allen Seiten eingeht.  Gerne würde ich Ihnen hier jedes einzelne Tier präsentieren, aber dann wäre mein Bericht auch nächste Woche noch nicht fertig. Denn es gibt so viel zu sehen!
Eine kleine Auswahl bietet unsere Bildershow.

Doch es nützt alles nichts - um das echte Zooerlebnis zu bekommen, sollten Sie selbst vorbeifahren, sich nach Möglichkeit einen ganzen Tag Zeit nehmen und dann schlussendlich auch einfach sagen: Wow, was für ein Tierpark und was für exotische Tiere! Es macht schon Sinn, sich an den Rundweg zu halten, denn sonst übersieht man einiges. Da der Zoo in diverse Themenwelten aufgeteilt ist, wird es auch nie langweilig. Ob Freigehege, Unterirdische Anlage oder Tierhäuser - überall gibt es etwas zu entdecken.
Natürlich gibt es auch besonders Natur belassene Spielplätze und diverse Rastmöglichkeiten im Park. An den Umweltschutz wird natürlich auch gedacht. Ganz neu erbaut wurde dafür das Klimatopia, die neue 250 Quadratmeter große, interaktive Erlebnisausstellung zum Thema Klimawandel. Hier kommen dann auch Technikfreaks auf ihre Kosten.
Die gesamte Zoo-Anlage ist sehr gepflegt und sauber. Der Zoo Osnabrück bietet echtes Familienvergnügen für alle Altersgruppen.

Natürlich ist nicht alles optimal, denn der Zoo besteht schon seit 1936, ursprünglich eröffnet als Heimtiergarten. Doch in der Zwischenzeit hat sich viel getan und ständig werden Verbesserungen durchgeführt!
Mittlerweile umfasst er eine Größe von 23,5 Hektar mit einem Tierbestand 31.12.2012 von 2.908 Individuen und 297 Arten:

o 560 Säugetiere aus 84 Arten
o 487 Vögel aus 74 Arten
o 161 Reptilien aus 37 Arten
o 20 Amphibien aus 2 Arten
o 1.487 Fische aus 78 Arten
o 193 Wirbellose aus 22 Arten

Anlagen und weitere Angebote:
• Affentempel Angkor Wat: Authentisch nachgebildete Tempelruine mit asiatischen Schweinsaffen (2012)
• Kajanaland: nordische Landschaft (1,5 Hektar) mit Baumhöhenpfad und acht Tierarten (2011)
• Takamanda: afrikanische Savannenlandschaft (5,5 Hektar) mit über 13 Tierarten (2010)
• Unterirdischer Zoo: u. a. Nacktmulle, Feldhamster, Präriehunde, Ratten (2009)
• Samburu: u.a. Giraffen, Zebras, Elenantilopen, Vogelstrauß
• Tal der grauen Riesen: u. a. Elefanten, Nashörner
• Südamerikahaus: u. a. Tapir, Faultier, Nasenbär, Lisztaffen
• Affen-/Menschenaffenhaus: u. a. Orang-Utan, Kapuziner
• Terrarium/Aquarium
• Zwei Streichelzoos
• Drei Abenteuer-Spielplätze
• Veranstaltungen: u. a. Mittelalterliches Spectaculum, Dschungel-Nächte, Weihnachtsmarkt

Artenschutz im Zoo Osnabrück:
• Tayja-Saruta: Projekt zur Rettung freilebender Flachlandtapire in Ecuador
• Diverse Ausstellungen, wie zu den Orang-Utans: „Waldmenschen vor dem Aus“, Unterstützung von Borneo Orangutan Survival (BOS), auch durch Malerei von Orang-Utan Männchen Buschmann
• Schutz des Humboldt Pinguins in Chile: Anschluss an ein Schutzprojekt des Landauer Zoos Verein Sphenisco
• WWF Tiger Schutzprojekt für Armurtiger: Zoo sammelt Spenden
• Euro Nerz e.V.: Spenden und veterinärmedizinische Betreuung
• Stiftung Artenschutz
• Auswilderung von Luchs- und Eulennachzuchten in deutschen Naturparks, die Auswilderung von Mönchsgeier-Nachzuchten auf Mallorca und Addax Antilopen in Marokko
Forschungsprojekte:
• Schwerpunkt: gemeinsam mit Universität Osnabrück die Haltungsbedingungen der anvertrauten Tiere permanent überprüfen und so zu verbessern
• Einfluss von Environmental Enrichment auf das Verhalten einer Junggesellengruppe Grevy Zebras in einer gemischten Anlage im Zoo Osnabrück
• Auswirkungen veränderter Lebensbedingungen auf das Verhalten eines adulten Orang-Utan Männchens im Zoo Osnabrück
• Beziehungsbildung bei einem neu zusammengestellten Paar endokrinologischen Untersuchungen
• Paarverhalten von Sandkatzen
• Lebensraumbereicherung bei Bärenhybriden

Also kommen Sie vorbei - es lohnt sich für jeden, der Tiere mag und die natur schätzt!
Zoo Osnabrück
Klaus-Strick-Weg 12
49082 Osnabrück

Öffnungszeiten:
Im Sommer täglich: von 8:00 Uhr - bis 18:30 Uhr
Im Winter täglich: von 9:00 Uhr - bis 17:00 Uhr

Eintrittspreise 2013:
Erwachsene: € 16,00
Kinder ( 3 - 14 Jahre ): € 10,50

Besonderer Service:
- kostenloses Parken!
- Hunde gratis an der Leine erlaubt!
- Bollerwagen und Rollstühle für 2,- e mietbar!

www.zoo-osnabrueck.de/


Zurück zum Seiteninhalt