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Buchbesprechungen: Sandra Henke: Alphawolf
Geschrieben von paashaas am ( Aufrufe)
Buchbesprechungen

Übersinnlich, romantisch, mystisch!
Der neue Roman Alphawolf von Sandra Henke ist eine sinnliche Liebesgeschichte zwischen Kulturen. Wie der Titel schon verspricht geht es in dem Roman tierisch zu. Der Autorin ist es gelungen, einen Liebesroman zwischen Mensch und Werwolf zu verfassen, der sowohl grausam animalisch wie romantisch ist. Doch es handelt sich bei diesem Buch keineswegs um eine weitere typische Geschichte, die Klischees aufgreift, in ein wenig Handlung packt, um somit von dem Hype um Wergeschöpfe zu profitieren.

Ganz im Gegenteil hat sich Sandra Henke viel Mühe gemacht, um einen äußerst glaubwürdigen Roman zu schreiben, der sich nicht nur mit Sex und Übersinnlichkeit befasst, sondern auf besonders ansprechende Art und Weise zwischen Kulturen vermittelt. Ein Großteil der Handlung basiert auf Glauben und Aberglauben mit indianischem Hintergrund. Gerade dieser Gesichtspunkt verleiht dem Roman einen tiefen Sinn, gepaart mit dem Reiz des Unbekannten.

Doch wer Autorin Sandra Henke kennt, weiß, dass auch der erotische Aspekt eine große Bedeutung hat.

Ihre Kreaturen leben und lieben - so auch in Alphawolf. Dominanz und Stärke spielen eine eben so große Rolle wie Sehnsucht, Ängste und der unsterbliche Glauben an die große Liebe.

Nach diesem Roman wird der Leser etwas aufmerksamer auf die Tierwelt achten, den Saunabesuch mit anderen Augen sehen und generell wieder etwas mehr an die Kraft der Liebe und des Glaubens denken.
Alphawolf ist nicht nur äußerst spannend und mitreißend, sondern auch durchweg positiv. Dieser Roman ist mehr als ein Erotik-Buch, mehr als ein Krimi und eben auch kein typisch reißerischer Werwolf-Text. Es ist ein Buch voller Leidenschaft und Emotionen, viel kulturellem Hintergrund und jeder Menge Spannungselemente.

Kurz um: es ist durchweg gut und gehört in jede Bibliothek, die es wert ist, auch andersartige Literatur zu beherbergen. Sandra Henke hat sich an einen neuen Stil gewagt, um Sinnlichkeit mit Übersinnlichem zu paaren.
Herausgekommen ist Alphawolf - ein Erotik-Krimi mit Kultfaktor!

Zur Handlung:
Als eine Horde Wölfe das Labor eines Krankenhauses verwüsten, werden die Halbindianerin Tala und ihr Kollege Walter von Wild Protection gerufen, um die Tiere zurück in die Wildnis Alaskas zu bringen. Doch Tala ist sich nicht sicher, ob es sich tatsächlich nur um Wölfe handelt, denn das Verhalten der Tiere ist mehr als merkwürdig. Tala wird gepackt vom Sog der Ereignisse und von dem unheimlichen, aber äußerst attraktiven Claw bedroht, der behauptet ein Werwolf zu sein. Sie schwankt zwischen Angst und Faszination und mit einem Mal steht mehr als nur ihr Leben auf dem Spiel ...

Alphawolf: Ein erotischer Werwolfroman
Sandra Henke (Autor)
Broschiert: 288 Seiten
Verlag: Ubooks; Auflage: 1 (1. Februar 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 386608126X
ISBN-13: 978-3866081260
Preis: EUR 12,95

Hier können Sie direkt online kaufen:
Alphawolf

Erschienen ist das Buch hier:
Ubooks Verlag
Der Verlag für ungewöhnliche Literatur
Wellenburger Str. 1
86420 Diedorf
E-Mail: info@ubooks.de
Web: www.ubooks.de

Über die Autorin:

Sandra Henke lebt glücklich verheiratet in der Nähe von Düsseldorf. Mit ihren hocherotischen Liebesromanen hat sie bereits vielfach Amazon-Bestsellerpositionen erklommen. Der Roman „Loge der Lust“ ist sowohl 2007 und 2008 einer der erfolgreichsten Erotikromane Deutschlandweit und gilt inzwischen als ein Klassiker des Genres.

Ihre erotischen Bücher handeln von dominanten Vampiren, romantischen Erziehungsspielen in Japan und Krimihelden, die undurchschaubar und genauso unwiderstehlich sind. Eine spannende Handlung liegt der Autorin ebenso am Herzen, wie ein starkes Knistern zwischen Held und Heldin, und abwechslungsreiche, nicht alltägliche Erotikszenen, die von sexueller Selbstfindung berichten.
Sie ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller.

“Obwohl ich mich schon in diversen Genres getummelt habe, habe ich mich zurzeit der Erotik verschrieben. Es ist ein wunderschönes Thema, das schon am Rande in vielen meiner Texte vorkam. Nun stellt es einen zentralen Punkt in meinen Geschichten dar. In meinen Liebesromanen sind viele explizit erotische Textstellen enthalten. Alles ist erlaubt - aber mir ist das Prickeln zwischen den Protagonisten ebenso wichtig, denn Erotik ist mehr als nur Sex. Erotik ist Leidenschaft und Liebe, ohne schmalzig zu werden. Selbst wenn der Held die Heldin nur anschaut, muss die Luft zwischen ihnen flirren. Die sexuelle Spannung liegt mir am Herzen, ebenso eine aufregende Romangeschichte, denn nichts ist langweiliger als sinnlos aneinander gereihte Erotikszenen in einer an den Haaren herbei gezogenen Handlung. Das finden Sie in meinen Romane nicht! Dafür aber deftige Erotik in einer spannenden Rahmenhandlung.”
www.SandraHenke.de

Leseprobe aus „Alphawolf“
Claw musterte Tala eingehend. Sein Blick glitt begehrlich über ihren Körper. Sie fürchtete
sich vor ihm und dennoch besaß er ein solch einvernehmendes Wesen, dass auch sie sich
seinem Einfluss nicht entziehen konnte. In diesem Augenblick strahlte er eine Gier aus, die
nichts mit einem tödlichen Biss zutun hatte. Er war auf der Jagd, aber diese war von Wollust
motiviert, nicht Blutgier, und sie drückte Tala auf magische Weise in die Sofakissen, sodass
sie sich nicht bewegen konnte.
Tala sah ihn wie in Zeitlupe auf sich zukommen. Claw pirschte sich an und wirkte dabei
siegessicher und überlegen. Würde er über sie herfallen, sobald er die Couch erreicht hatte?
Zweifel blieben, trotz des Verlangens, das in seinen Augen funkelte. Grauenvolle Bilder
tauchten vor ihrem geistigen Auge auf. Sie lag blutüberströmt mit einer klaffenden Wunde am
Hals, dort, wo einmal ihre Kehle gewesen war, auf dem Sofa. In einer anderen Vision hockte
er über ihr, während seine animalischen Instinkte seine Sinne vernebelten und er sich nahm,
was seiner Meinung nach das Recht des Alphawolfs war.
Doch es kam ganz anders. Claw wollte gar nichts von ihr, sondern ging zu seinem Crown
Coat. Als er ihn von der Rückenlehne der Couch nahm, fiel ein Buch heraus. Er legte seinen
Kurzmantel auf den Sitz und hielt den Roman hoch, den er letzte Nacht aus Talas Bücherregal
genommen hatte.
„Die Autorin hat nicht den blassesten Schimmer, wie es Werwölfe treiben“, sprach er mit
dunkler Stimme, die rau vor Verlangen klang.
Claw ging nicht näher darauf ein, aber so, wie er das sagte, hörte es sich schmutzig und
animalisch an, nicht so zivilisiert, wie bei reinen Menschen. Talas Fantasie schlug
Purzelbäume. Hatte sie sich eben noch Horrorszenarien vorgestellt, so tagträumte sie nun von
wölfischer Paarung, hemmungslosem Sex, indem gevögelt wurde, bis einem Hören und
Sehen verging.
Ihr wurde heiß. Sie lockerte den Gürtel ihres Bademantels unauffällig und da sie sich
endlich wieder bewegen konnte, stand sie langsam auf und machte einen Schritt in Richtung
Diele, um Abstand zwischen sich und dem Gestaltwandler zu bringen. Sollte sie ins Bad
laufen und sich einschließen? War es besser, auf die Straße zu laufen und nach Hilfe zu
rufen? Nein, er würde sie ganz bestimmt einholen. Sie spähte zum Schrank, der in der Diele
stand. Neben Schuhen, Mützen und Handschuhen, lag auch die Schreckschusspistole darin.
Claw, der gerade den Roman ins Bücherregal gestellt hatte, blinzelte sie misstrauisch an.
„Wohin des Weges?“
Tala fühlte sich ertappt. "Ein belesener Werwolf?", fragte sie ironisch, um von sich abzulenken.
"Das ist kein Widerspruch." Seine Augen verengten sich weiter. "Aber ich rate dir, mich
nicht in einem falschem Licht zu sehen. Ich bin ein Jäger, Tala, aber keiner, der in einem
Hochsitz wartet, bis ihm ein beliebiges Ziel vor die Flinte läuft und dann aus sicherem
Abstand schießt. Nein! Wie die Indianer suche ich meine Beute gut aus und verfolge sie
tagelang durch die Wälder. Wenn die Zeit reif ist, stürze ich mich auf mein Opfer und reiße
ihm erbarmungslos die Kehle heraus."
Er war nicht harmlos. Beruhigende Neuigkeiten, spöttelte sie, und griff sich an den Hals.
"Bin ich dein nächstes Opfer?"
Claw lächelte. "Wölfe jagen immer im Rudel. Ich bin alleine."
"Was hast du dann vor?" Hätte er nicht noch etwas in ihrem Haus zu erledigen gehabt,
wäre er mit Rufus gegangen.
"Der einzige Weg, sich einer Versuchung zu entledigen, ist ihr nachzugeben“, trug er vor
und betonte jedes einzelne Wort mit Bedacht. Seine Stimme vibrierte lasziv.
Tala wich seinem Blick aus und ignorierte die Hitze, die in ihre Wangen stieg. „Das Zitat
stammt aus Dorian Gray." Sie fuhr mit dem Zeigefinger die Buchrücken entlang, bis sie fand,
was sie suchte. Triumphierend zog sie den Roman von Oscar Wilde heraus. Auch sie war
belesen. Wieso nur hatte sie das Gefühl, mit dem Alpha in Konkurrenz zu stehen? Ein
verbales Kräftemessen von Jäger und Beute?
Claw nickte anerkennend und nahm ihr das Buch aus der Hand, wobei seine Fingerspitzen
ihren Handrücken streiften.
Rasch zog Tala ihre Hand weg und wurde sich einer Gänsehaut bewusst, doch es war eine
der wohligen Sorte, die dazu führte, dass ihre Brustspitzen sich verhärteten. Das ist nur die
Kälte im Haus, belog sie sich selbst und lehnte sich mit dem Rücken gegen das Regal, um
nicht mehr so nah bei Claw zu stehen.
Er schlug das Buch auf, blätterte eine bestimmte Stelle suchend und las: „Der Körper
sündigt gelegentlich, und damit ist die Sünde für ihn erledigt, denn Handeln ist eine Art
Läuterung. Nichts bleibt dann zurück als die Erinnerung an einen Genuss oder die Wollust
des Schmerzes. Der einzige Weg, sich einer Versuchung zu entledigen, ist, ihr nachzugeben.
Widerstehen Sie ihr, und Ihre Seele wird krank vor Sehnsucht nach den Dingen, die sie sich
selbst verboten hat, vor Begierde nach dem, was ihr widernatürliche Gesetze widernatürlich
und gesetzwidrig gemacht haben.“
Was wollte er damit sagen? Ein Schauer rieselte sie hindurch. „Es ist nur ein Roman“,
betonte sie nüchtern.
„Die Worte berühren dich, folglich ist es nicht nur eine Geschichte, sondern Magie.“ Er
strich gefühlvoll über die Buchseite, als wäre sie Talas Haut.
„Was willst du mir damit sagen?“, fragte sie geradeheraus und schlang die Arme um ihren
Körper.
Ihre Offenheit übertrug sich auf ihn. „Ich werde heute Nacht mit dir schlafen, Tala.“
„Wie bitte?“ Sie traute ihren Ohren kaum.
„Seit unserer ersten Begegnung kann ich an nichts mehr anderes denken, als daran, mich
mit dir zu vereinen. Das vernebelt meine Gedanken, ich kann nicht mehr klar denken, was
meine Jagd nach Dante erschwert und auf Dauer blockieren wird.“
Er sagte dies, als hätte er seine Entscheidung bereits getroffen. Doch was war mit ihr,
fragte sich Tala. „Habe ich da nicht auch ein Wörtchen mitzureden?“
Claw schnüffelte leise. „Ich rieche deine Lust. Du hast sie gestern verströmt und heute
ebenfalls. Sie mischt sich mit deiner Angst, das ist nur allzu verständlich, aber du findest
mich attraktiv und begehrst mich. Wo liegt also das Problem?“
„Dass… dass wir uns erst gestern… letzte Nacht zum ersten Mal begegnet sind?“, stotterte
sie fassungslos und dennoch hatte sich ihr Puls beschleunigt und die samtene Stelle zwischen
ihren Schenkeln war zum Leben erwacht.
"Ich billige oder missbillige niemals etwas. Das ist eine abgeschmackte Haltung dem
Leben gegenüber. Wir sind nicht in die Welt gesetzt worden, um uns mit unseren moralischen
Vorurteilen aufzuspielen." Er klappte das Buch so unvermittelt zu, dass Tala erschrak. „Auch
das stammt aus Dorian Gray.“
Obwohl sie zugeben musste, dass der Gedanke, den muskulösen Körper, der unter dem
dunkelbraunen Rollkragenpulli versteckt war, zu berühren und zu küssen, sie erregte, schob
sie sich am Regal entlang in Richtung Ausgang. „Du kannst nicht einfach über mich
herfallen, verdammt nochmal.“
Er lächelte sinnlich und stellte den Roman zurück. „Ich werde dich verführen. Das ist ein
Unterschied. Was hast du gedacht? Ich würde dich zu Fall bringen, dich mit einem Biss in
den Nacken außer Gefecht setzen und von hinten nehmen?“
Tala presste ihre Schenkel aneinander.
„Oh“, machte er und sah genau auf die Stelle ihres Bademantels, unter dem ihr Schoß
prickelte. „Dir gefällt diese Fantasie. Dein Intimduft wird stärker.“
„Red keinen Unsinn“, zischte sie. Plötzlich rannte sie los...
 


 

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