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05.01.2018 11:44 11:44 Alter: 106 Days
Kategorie: Kunst und Kultur

Flic Flac Journalistentraining in Dortmund


Ein spannender Blick hinter und in die Kulissen des Weihnachtscircus‘ in Dortmund.
Wir waren eingeladen, zum echten Zirkuserlebnis: „Komm ins leere Zelt, treffe die Artisten und mach doch einfach mal mit!“


Klar, ein solches Erlebnis konnte ich mir nicht entgehen lassen.
Es war schon ein absolutes Erlebnis, das nun menschenleere Flic Flac Zelt zu betreten. Es fühlte sich ganz anders an, als bei der offiziellen Show.
Rudi Bauer, Pressesprecher bei Flic Flac, führte uns in die geheiligten Hallen. Es war kalt, erstaunlich ruhig und die wenigen Journalisten, die anwesend waren, fühlten sich sehr exklusiv.

Da stand auch schon das Trampolin, was uns aus dem Weihnachtszirkus bekannt war. Ein paar Artisten der Gruppe I Team zeigten uns, was so ein Trampolin alles kann. Nachmachen erwünscht!
Dem ein oder anderen wurde schon ganz mulmig. Puh, ist das hoch und gar nicht mal so groß!
Doch darauf wollten alle! Einmal hüpfen wie die Artisten ... Doch es stellte sich heraus, dass schon allein das Stehen auf dem wackeligen Trampolin gar nicht so einfach war. Zögernd begannen wir der Reihe nach uns auf dem Gerät zu bewegen. Der eine machte es besser als der andere, manch einer hatte schon beim Erklimmen des Trampolins so seine Schwierigkeiten. Der Respekt gegenüber den Künstlern stieg enorm. Während wir alle höchstens mal so 30 Zentimeter hochsprungen, wenn überhaupt eine leichte Drehung hinbekamen oder uns mutig gewollt auf den Hintern setzten, tobten die Artisten durch die Luft, als wäre das so super einfach. Wir schafften es kaum, alleine auf dem Trampolin die Balance zu halten. Zu weit schon keine Chance mehr. Alle Journalisten waren sich einig: Wackelige Knie, ne Menge Stolz, dass man sich überhaupt getraut hatte und sehr viel Respekt für die echten Artisten hat dieser Kurzausflug auf das Trampolin gebracht!

Dann kam das
Trapez
. Irgendwie hatten wir uns alle vorgestellt, es würde herabgelassen, wir könnten uns dann daraufsetzen und würden hochgezogen zum Zeltdach. Pustekuchen! Wer hoch wollte, musste – zwar mit Unterstützung, aber dennoch auch mit eigener Körperkraft – an einem Seil hochklettern, dort oben dann vom Seil auf das Trapez übersteigen, sich mutig setzen und dann anfangen zu schaukeln. Oder sich gar dort oben hinstellen, um Schwung zu holen! Es haben sich nur wenige überhaupt getraut – und die wollten dann auch schnell wieder runter! Zu hoch, zu wackelig und überhaupt nichts für schwache Nerven!
Respekt an
Nicolai Kuntz
, der sich auf dem Schwungtrapez so wohl fühlt wie auf einer Kinderschaukel!

Und dann kam das Highlight – nicht nur im Xmas-Circus, sondern auch für uns! Der Globe of Speed wurde hineingerollt, ein rundes Monstrum aus Eisen mit einem Durchmesser von 6,5 Metern! Die Motorräder dröhnten, der Dieselgeruch füllte das Zelt. Es wurde laut und die Luft vibrierte. Die Motorradfahrer der Gruppe Pinillio Moto Riders waren zu Späßen aufgelegt und scherzten mit uns Journalisten. Dann fuhren 2 von ihnen ein paar Runden im Globe, hielten aber schnell wieder an. Es machte sich eine leichte Anspannung breit. Irgendwas stimmte da nicht – nur was? Sie fuhren wieder raus aus dem Eisenmonster. Wir Journalisten merkten zwar, dass etwas nicht stimmte, wussten aber nichts Genaues. Es dauerte und dauerte … dann wurde ein Heizschlauch ins Zelt geleitet. Der Globe wurde erwärmt! Der Gripp darin war nicht ausreichend gewesen. Und noch bevor auch wir uns in den Globe stellen durften, erfuhren wir auch das Geheimnis von Cola im Zusammenspiel mit Motorradreifen– was ich aber weiter hüten werde!
Außerdem wurde uns einiges über die Motorräder erzählt. Es sind ganz normale Maschinen, sie werden täglich gewartet – und dennoch kann es mal passieren, dass auch in der Show ein Reifen platzt. Denn wenn die Maschinen mit 70 Km/h durch den Globe rasen, ist die Belastung enorm hoch!

Dann endlich ist es soweit. Jeweils ein Journalist darf sich in die Mitte des Globes stellen, während 2 Motorräder um ihn herumsausen. Adrenalin pur. Natürlich lasse ich es mir nicht nehmen, auch in den Globe zu steigen. Wow, was für eine Bewegung darin! Das ganze Eisen wackelt, die Motorradfahrer mit ihren Höllenmaschinen sind nicht nur eng neben mir, auch über meinem Kopf oder auf Augenhöhe! Es ist laut, faszinierend und rasend schnell. Sie bieten eine gute Show nur für uns. Mittendrin statt nur dabei. Jemand ruft: Was passiert, wenn die nicht mehr anhalten können? Angst und totale Begeisterung liegen in der Luft. Kaum vorstellbar, dass während der Abendshow gleich 2 Motorradfahrer gleichzeitig durch den Globe rasen. Ich finde es schon zu dritt recht knapp bemessen, dabei versuche ich nur, ganz ruhig stehen zu bleiben – was gar nicht mal so einfach ist!
So angespannt und aufgeregt ist bin, so entspannt und lustig geben sich die beiden Künstler. Da streckt der mir doch tatsächlich die Zunge raus, breit grinsend und sich seiner Ausstrahlung mehr als bewusst!
Ich bin beeindruckt, bedanke mich mehr als überschwänglich für dieses Erlebnis und hoffe ganz doll, dass ich auch im nächsten Jahr wieder eingeladen werde, mit neuen Geräten zum Ausprobieren, mit tollen Gesprächen mit den Artisten und natürlich mit Herrn Bauer, der ganz ehrlich gestanden hat, dass er noch nie das Bedürfnis hatte, sich in den Globe zu wagen – wie übrigens viele der anwesenden Journalisten an diesem Tag auch.

Für mich war Flic Flac schon viele Jahre ein besonderes Erlebnis, doch nun habe ich einen ganz kleinen Eindruck davon bekommen, was die Artisten dort im Zelt täglich leisten. 
Sie haben meinen vollen Respekt, Hochachtung und meine Bewunderung. Was dort geleistet wird, muss man wohl erst selbst erlebt haben … Nervenkitzel ohne Ende!

Alle Infos zu den Darbietungen und Veranstaltungsorten finden Sie hier:

https://flicflac.de/