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30.11.2011 16:59 16:59 Alter: 4 Years
Kategorie: Buchbesprechungen
Von: Paashaas

Ein Farang schlägt zurück


Thailand - manchmal werden Vorurteile zur Gewissheit. Das Buch "Ein Farang schlägt zurück" ist nicht nur ein Roman, sondern basiert auf einer wahren Begebenheit.
Orte und Namen wurden verändert, und doch hofft der Autor beinahe, dass sich der ein oder andere Mensch in diesem Buch wiedererkennt.  Denn dieses Buch ist mehr als eine Warnung an alle, die sich in eine Thai-Frau verlieben und für sie ihr Leben aufgeben wollen.

Ehrlich, mit viel Gefühl und auch mit einer gehörigen Portion "später Erkenntnis" schildert Autor Louis Anschel die Geschichte von David, der sich viel zu leichtgläubig auf das Abenteuer Thailand eingelassen hat und dafür bitter büßen musste:

David lernt in einem Massagesalon in Pattaya die Liebe seines Lebens kennen. Er gibt für sie alles auf und geht nach Thailand, um für immer mit seiner Freundin zusammen sein zu können. Doch die Liebe bekommt Risse, als die Geldforderungen der Masseuse immer größer werden. Eines Tages muss David feststellen, dass seine Freundin ihn nicht nur verlassen, sondern bis zum letzten Hemd abgezockt hat. Der Farang schwört grausame Rache.

Über den Autor
Louis Anschel, geboren 1964 in Berlin, arbeitete als Lehrer bevor er sich seiner Karriere als Autor widmete und Filmkritiken und Drehbücher schrieb.
Nach Auslandsaufenthalten in Nordafrika und Lateinamerika zog es ihn nach Südostasien, wo er sich in das Land des Lächelns verliebte und dort nun einen Großteil seiner Zeit verbringt.
Er übersetzt Bücher und schreibt Kurzgeschichten und Romane.

Hier können Sie direkt online bestellen:
Ein Farang schlägt zurück
Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Heller; Auflage: 1 (22. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3929403358
ISBN-13: 978-3929403350
Preis: EUR 9,90

Weitere Infos:
http://www.mythaibooks.de
HELLER VERLAG
Birkenstr. 83,
82024 Taufkirchen
E-Mail: info@remove-this.heller-verlag.de
http://www.heller-verlag.de/
 

Leseprobe:
... Ich packte die Gelegenheit beim Schopfe und stand auf. Tän, die mir gegenüber gesessen hatte, trug wieder ein weißes Kleid. Diesmal schimmerte dem Betrachter pinkfarbene Unterwäsche entgegen. Ihre Garderobe hatte ein System. Tän machte das absichtlich. Sie war relativ hübsch und hatte einen seitlich abstehenden Zahn, den man sehen konnte, wenn sie lachte. Daher hielt sie sich meist die Hand vor den Mund, wenn sie kicherte. Sie stand ebenfalls auf und stakste in hochhackigen Schuhen zum nur wenige Meter entfernten Eingang des Salons. Sie schob die Glastür auf, drehte sich um und sah mich lächelnd an. Ich folgte ihr. Als einziger Kunde durfte ich mir aussuchen, in welcher Kabine ich mich massieren lassen wollte. Ich wählte die letzte, die der Küche am nächsten gelegenen. Tän schaltete die Klimaanlage an und legte eine CD in eine kleine Stereoanlage, die mir erst jetzt auffiel. Meditative Musik erklang. Manfred dachte wirklich an alles, um seine Kundschaft zufrieden zu stellen. Ich hatte es mir auf der Matratze bequem gemacht, als Tän zu mir hereinkrabbelte und den Eingang zur Kabine mit einem pastellgrünen Vorhang verschloss. Sie lächelte.
"Thai oder Öl?" fragte sie.
"Öl."
Tän nahm eine Flasche Babyöl aus einem Korb, der von meiner Position aus gesehen links neben dem Eingang zur Kabine stand. Sie bat mich, mich auszuziehen. Komplett. Weil das Öl klebte, gab sie mir zu verstehen. Ich zog mich aus, sie half mir dabei. Dann begann sie, meine Beine mit Öl einzureiben und mich zu massieren. Eher ein Streicheln, von Massage konnte kaum die Rede sein. Höher und höher ging sie mit ihren Händen, übersprang meine Lenden und gelangte zu Bauch, Brust und Armen. Ich drehte mich schließlich um, damit sie meinen Rücken "massieren" konnte. Die Stunde war noch nicht vorüber, als ich mich wieder auf den Rücken drehte. Täns Lächeln intensivierte sich. Sie rieb wieder meinen Bauch mit Öl ein und ging langsam tiefer.
Tän beugte sich über mich und flüsterte mir "Fünfhundert Trinkgeld" ins Ohr.
Welcher Mann konnte widerstehen, wenn sich ihm eine Frau auf diese Weise anbot? Fünfhundert Baht. Das war doch lächerlich! Meine Gedanken kreisten nicht darum, ob ich den Service in Anspruch nehmen sollte, sondern, ob Som davon erfahren könnte. Tän könnte es Yai erzählen, und Yai war eine gute Freundin von Som. Ich müsste, wenn überhaupt, nur zugeben, dass ich mich hatte massieren lassen. Was sich in der Kabine genau abspielte, war eine Angelegenheit, die nur Tän und mich betraf. Ich könnte es bestreiten und würde davon kommen. Ich könnte Som sogar ein schlechtes Gewissen einreden, indem ich ihr vorwarf, mich nie zu massieren - falls sie mich überhaupt zur Rede stellen sollte, was ich bezweifelte.