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16.12.2014 08:55 08:55 Alter: 2 Years
Kategorie: Ausflug und Reise

Glücklich in Thailand


23 Erzählungen aus dem Land des Lächelns

Thailand ist das Land des Lächelns. Wie anders die Menschen in diesem beliebten Urlaubsland denken, leben und auch Glück empfinden, das zeigt sich aber nur dem, der genauer hinsieht. Ursula Spraul-Doring, eine bekannte Autorin von Reiseführern, hat u.a. mit einem Globetrotter, einem Ladyboy, einem Mönch, einer Elefantenbesitzerin, einer Putzfrau und einem Arzt gesprochen - und in einfühlsamen Erzählungen ihre Version vom Glück festgehalten.

Thailand ist ein Land auf der anderen Seite des Erdballs. Und doch lässt es uns Deutsche nicht los. Traumhafte Strände, der Tsunami, freundliche Menschen, fremde Traditionen. Oft liest man, Thailand ist das Land des Lächelns. Tatsächlich ist es so: Viele Menschen, die einmal in Thailand gewesen sind, kehren immer wieder dorthin zurück.

Thailand hat etwas Besonderes, das man kaum in Worte fassen kann. Ursula Spraul-Doring tut es trotzdem. Die Autorin, die schon mehrere Reiseführer über Asien mit verfasst hat, lebt überwiegend in Thailand und hat auf ihren Reisen durch ihre Wahlheimat immer wieder interessante Menschen kennen gelernt. Für ihr Buch "Glücklich in Thailand" hat sie nun 23 Einzelschicksale in der Ich-Erzählweise zu Papier gebracht - und zeigt auf diese Weise viele Mosaiksteine, die zusammen eine Vision vom Glück in Thailand aufzeigen. Dabei kommen Thailänder ebenso zu Wort wie Farangs. So werden die Ausländer in Thailand genannt.

- Dr. Issara ist in Thailand ein Arzt mit Leib und Seele
- Sabine aus Braunschweig leitet in Thailand eine Heimschule
- Ladyboy Supi wurde als Junge geboren, fühlt sich aber als Mädchen
- Linda aus Wien lernt das Meditieren kennen
- Supaporn führt ein Leben zwischen Schule und Soap Opera
- Gretel aus der Schweiz lebt sechs Monate im Jahr in Thailand
- Ying aus Thailand macht Karriere als Geschäftsfrau
- Sepp aus Bayern reist mit geringem Budget durch Thailand
- Ah Bya gehört zum Bergstamm der Akhas
- Der Österreicher Alexander wandert nach einem Herzinfarkt nach Thailand aus
- Porn aus Thailand verbringt seine Zeit am liebsten im Garten
- Die kinderlose Mu kümmert sich um den alten Hessen Waldemar
- Familie Maier macht Urlaub in Thailand
- Thip leitet ein Elefantencamp in Thailand
- Annette aus der Schweiz wollte die tropische Natur kennen lernen und blieb in Thailand hängen
- Mister Ali ist Lehrer in einem muslimischen Fischerdorf
- Veronika hat eine neue Heimat gesucht
- Nathi ist Putzfrau in einer Bungalowanlage
- Der Bremer Emil hadert mit seinem Schicksal
- Ajahn Ped war früher Soldat und ist nun buddhistischer Mönch
- Chanida aus Deutschland lehrt nun an einer Universität in Thailand
- Heizungsmonteur Kurt aus Deutschland lebt mit der thailändischen Universitätsdozentin Chanida zusammen

Verleger Klaus Heller:

"Alle Erzählungen sind kurz, kurzweilig und bieten den Einblick in einen ganz anderen Lebensentwurf, als wir ihn hier bei uns in Deutschland kennen. Sie sind lebensbejahend, einfühlsam und mit großem Hintergrundwissen geschrieben. Wer jeden Abend eine neue Geschichte vor dem Schlafengehen liest, kann sich fast einen ganzen Monat lang mit dem Gedanken beschäftigen: Was macht mich glücklich?"

Bibliografische Daten:

"Glücklich in Thailand" von Ursula Spraul-Doring, HELLER VERLAG, Taschenbuch, 272 Seiten, 12,90 EUR, ISBN 978-3-929403-38-1
Auch als eBook (ISBN 978-3-929403-58-9) erhältlich!

Wichtige Links:

Homepage: http://www.heller-verlag.de
Produktseite: http://www.mythaibooks.de/GliThai-InfoBestellung.html


Zur Autorin:

Ursula Spraul-Doring wurde in Deutschland geboren. Sie studierte Deutsch, Kunst und Sonderpädagogik in Karlsruhe und Heidelberg und arbeitete viele Jahre als Lehrerin und Reisebuchautorin.
Ursula Spraul-Doring malt und reist gerne. Häufig ist sie in Thailand oder in anderen Ländern Asiens anzutreffen. Dabei bereitet es ihr große Freude, Menschen kennen zu lernen, in ihr Leben einzutauchen und für einige Tage daran teilzunehmen.
Das Verfassen dieses Werkes hat der Autorin viele Glücksmomente eingebracht, die sie gerne mit ihren Lesern teilt.

Informationen zum verantwortlichen Unternehmen:

HELLER VERLAG
Birkenstr. 83
82024 Taufkirchen
Tel.: 089-612 28 29
Fax: 089-612 68 69
E-Mail: info@remove-this.heller-verlag.de

Leseproben


aus dem Erzählband Glücklich in Thailand
von Ursula Spraul-Doring, erschienen im HELLER VERLAG

Vorwort

Wir freuen uns, mit Ursula Spraul-Doring eine herausragende Autorin gewonnen zu haben, die vielen Asien-Reisenden schon als Reiseführerautorin bekannt ist. Ihre Erzählungen basieren auf wahren Gegebenheiten. Aus den verschiedensten Lebensgeschichten von in Thailand lebenden Menschen hat sie Episoden herausgepickt und literarisch verarbeitet. Alle Namen, Orte und Begleitumstände wurden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes verändert. Nur in zwei der Geschichten blieben auf besonderen Wunsch der Personen die tatsächlichen Namen erhalten: Ein erfülltes Leben und Ladyboy Supi. Fachausdrücke, Fremdwörter, umgangssprachliche und thaispezifische Ausdrücke werden im Glossar am Ende des Buches erläutert. Ursula Spraul-Doring ist nicht nur eine sehr einfühlsame Autorin, sondern auch eine begnadete Künstlerin. Einige ihrer Werke finden Sie unter www.daoart.tumblr.com


Klaus Heller


Ein erfülltes Leben (Auszüge)

Sabine aus Braunschweig gab ihre Karriere als Marketingdirektorin auf, um im Dschungel Südthailands eine Heimschule zu leiten.

„Kapong“ – das Wort gefällt mir irgendwie. Ein Ortsname. Irgendwo in Thailand. Keiner meiner Freunde, nicht einmal Uwe, ein Landeskenner, hat jemals davon gehört. Auch im Weltatlas ist der Ort nicht zu finden. „Wer schaut denn noch in einen Atlas“, muss ich mich auslachen lassen. „Internet, Google Earth, ist heute angesagt.“ – Ja, natürlich, weiß ich auch. Und dort werde ich fündig. Im Süden Thailands, nur zwei Fingerbreit vom Meer entfernt. In der Höhe von Khuk Khak, aber ohne direkte Straßenverbindung zur Küste. „Kapong“, ich lasse das Wort auf der Zunge zergehen. Passt irgendwie zu mir: kaputt – kapiert – Kapong. In Kapong werde ich ein anderes Leben beginnen. Ich war eine Karrierefrau, arbeitete 25 Jahre lang als Marketingchefin für große Lebensmittelkonzerne. Ein aufreibender Job, aber er hat mir Spaß gemacht. Ich kam viel in der Welt umher, betreute Kunden in England, der Türkei, Russland und Schweden. Auch in den USA war ich häufig eingesetzt. Ich engagierte mich für meine jeweilige Firma, gab mein Bestes, war erfolgreich.
Dennoch fragte ich mich immer häufiger, welchen Sinn diese Arbeit meinem Leben gebe. Wurde auch nur ein Mensch glücklicher, wenn ich eine neue Schokoladensorte entwickelte oder wenn er meinen neuesten Werbespot sah, der ihn gekonnt verführte, noch mehr Süßigkeiten zu verzehren? Ja, ich verdiente gut, und Geld ist immer ein Anreiz. Natürlich gefiel es mir, eine schöne Wohnung zu haben, shoppen zu gehen, mit diesem Geld die Mode der Saison zu kaufen, immer schick auszusehen, ein tolles Auto zu fahren. Aber sollte das alles sein? Könnte ich meine Fähigkeiten und Erfahrungen nicht einsetzen, um Menschen zu helfen, die nicht das Glück hatten, wie ich in der Geborgenheit einer intakten Familie aufzuwachsen, in einer Umgebung, die ihre Begabungen förderte? …

… Doch an den meisten Abenden ist es wie heute. Ich bin zwar ziemlich kaputt, aber auch recht zufrieden. Schon am Morgen, als ich aus meinem Zimmer kam, wurde ich mit einem freudigen „Good morning, Khun Sabine, how are you?“ begrüßt. Während des Mittagessens schenkte mir Tiger ein selbstgemaltes Bild, und heute Abend verkündeten mir die Jungen voller Stolz, wie viele Tore sie beim Fußballspiel geschossen hätten.
Wir hatten zwei lange Meetings über komplizierte Themen, wie den Englischunterricht und den Wochenplan für 120 Schüler, ihre Lehrer und Betreuer. Auch haben wir den Stundenplan für das Nachmittagsangebot zusammengestellt. Ich habe mich sehr gefreut über die Wertschätzung, die mir die Mitarbeiter entgegenbrachten, und vor allem darüber, dass sie das Vertrauen hatten, Ideen einzubringen, ihre eigene Meinung zu sagen und sogar Kritik zu äußern. Das wäre vor zwei Jahren noch nicht möglich gewesen.
Mittlerweile lebe ich schon länger als drei Jahre in Kapong. Hier fühle ich mich zuhause. In meinem Zimmer unterm Dach, mitten in der Schule, habe ich es mir gemütlich eingerichtet. An die Hitze, die ständig anwesenden Ameisen und Geckos habe ich mich längst gewöhnt. Ich lasse immer die Fenster offen, fühle mich in der Natur und das Gezirpe der Grillen wiegt mich jede Nacht in den Schlaf.
Hier bin ich durch Höhen und Tiefen gegangen. Das Positive jedoch, das, was ich gelernt und erreicht habe, ist einfach überwältigend. Und wenn ich das fröhliche Lachen der Kinder höre und in ihre strahlenden Augen sehe, dann weiß ich: Ich habe es richtig gemacht, hier gehöre ich hin, in Yaowawit habe ich alles, was ich brauche, hier kann ich ein erfülltes Leben führen.
Anmerkung: Die Fakten für diese Geschichte wurden in Yaowawit gesammelt und literarisch ausgeschmückt. Wenn sich ein Leser angesprochen fühlt, als Freiwilliger vor Ort zu arbeiten, die Patenschaft für ein Kind zu übernehmen, etwas zu spenden oder seinen Urlaub in dem Trainingshotel zu verbringen, kann er sich informieren unter www.yaowawit.com.